Bei der Entwicklung des Grow2Grow-Konzepts für systematisches Selbstmanagement flossen folgende psychologischen Ansätze ein:

Rubikon-Modell

Das Rubikon-Modell beschreibt, die 4 Phasen, die wir psychologisch durchlaufen, um

  • von vagen Bedürfnissen zu konkreten Zielen zu kommen,
  • und dann den großen Schritt in Richtung Umsetzungsplanung und Handlung zu machen („den Rubikon überqueren“)

Anhand des Rubikon-Modells können wir für das Selbstmanagement z.B. besser verstehen, warum manche Selbstveränderungsversuche funktionieren, und andere nicht (z.B. leider häufig die Neujahresvorsätze).

Einen guten Überblick über das Rubikon-Modell findet sich im Original-Artikel von Heckhausen und Gollwitzer:

  • Heinz Heckhausen, Peter M. Gollwitzer: Thought Contents and Cognitive Functioning in Motivational versus Volitional States of Mind. In: Motivation and Emotion. Band 11, Nr. 2, 1987, S. 101–120

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Sozial-kognitive Lerntheorie
(Social Cognitive Theory)

Die sozial-kognitive Lerntheorie erklärt, wie Menschen sich durch herausfordernde Ziele selbst motivieren, und wie sie Selbstwirksamkeit (self-efficacy) aufbauen, um diese Ziele auch zu erreichen.

Ein guter Überblick über die Sozial-kognitive Lerntheorie findet sich in:

  • Albert Bandura, “Social Cognitive Theory,” in The Handbook of Theories of Social Psychology, vol. 1, ed. Paul A. M. Van Lange, Arie W. Kruglanski, and E. Tory Higgins (London: Sage, 2012), 349– 73;
  • Robert Wood and Albert Bandura, “Social Cognitive Theory of Organizational Management,” Academy of Management Review 14, no. 3 (July 1989): 361– 84.

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Selbstregulationstheorie
(Self Regulation Theory)

Die Selbstregulationstheorie ist für die mentale Selbstmanagement sehr wichtig. Denn sie beschreibt, wie Menschen ihr Verhalten (u.a. durch Willenskraft) erfolgreich steuern und kontrollieren, um ihre Ziele zu erreichen.

Ein guter Überblick über die Selbstregulationstheorie findet sich in:

  • Charles S. Carver and Michael F. Scheier, “Self-Regulation of Action and Affect,” im Handbook of Self-Regulation: Research, Theory, and Applications, 2nd ed., ed. Kathleen D. Vohs and Roy F. Baumeister (New York: Guilford Press, 2011), 3– 21
  • Charles S. Carver and Michael F. Scheier, On the Self-Regulation of Behavior (New York: Cambridge University Press, 1998).

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Selbstbestimmungstheorie
(Self-determination theory)

Für das mentale Selbstmanagement ist die Selbstbestimmungstheorie  relevant, weil sie u.a. beschreibt, wie wir uns durch sogenannte „intrinsische Belohnungen“ selbst motivieren können und dadurch unabhängiger von externen Motivatoren werden.

Ein guter Überblick über die Selbstbestimmungstheorie findet sich in:

  • Edward L. Deci and Richard M. Ryan, “Self-Determination Theory,” in Van Lange et al., Handbook of Theories of Social Psychology, 416– 36;
  • James M. Diefendorff et al, “Emphasizing the Self in Organizational Research on Self-Determination Theory,” in The Self at Work: Fundamental Theory and Research (New York: Routledge/ Taylor & Francis Group, 2018), 145– 71.

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Positive Psychologie
(Positive Psychology)

Für das mentale Selbstmanagement ist aus Sicht der positiven Psychologie insbesondere der Aspekt der Stärkenorientierung wichtig, wie sie vor allem in der Messung und dem Training der sogenannten Signature Strengths/ VIA Character Strengths zum Ausdruck kommt.

Ein guter Überblick über die Positive Psychologie findet sich in:

  • Martin E. P. Seligman and Mihaly Csikszentmihalyi, “Positive Psychology: An Introduction,” American Psychologist 55, no. 1 (January 2000): 5– 14.

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Theorie des psychologischen Kapitals
(Psychological Capital Theory)

 Aus Sicht des mentalen Selbstmanagements sind vier Aspekte dieser Theorie zentral: wie wir auch trotz Unsicherheit ein ausreichendes Maß an Selbstvertrauen behalten, wie wir einen realistischen Optimismus aufbauen, wie wir mit Rückschlägen resilienter umgehen, und wie wir Ziele auch auf Umwegen beharrlich weiterverfolgen.

Ein guter Überblick über die Theorie des psychologischen Kapitals findet sich in:

Luthans, F., Avolio, B. et al (2007), „Positive Psychological Capital: Measurement and Relationship with Performance and Satisfaction“, Personnel Psychology, V60 N3, pp. 541-572

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