Selbstführung – wie verbessern?

Wie lernst Du am besten Selbstführung?

Und wie der Psychologe und Lernexperte Tony Rousmaniere richtig erkannt hat: Genau solche Skills lernst Du nur schlecht aus Büchern oder durch einmalige Seminarbesuche (Tony Rousmaniere, Deliberate Practice for Psychotherapists, 2018, S. 181).

Wie lernst Du Selbstführung am besten? Worauf solltest Du achten?

  1. Wissenschaftlich validierte und erfolgreich anwendbare Methoden anstatt Self-Help-Küchenpsychologie à la Tschakka
    Ich nutze bzw. unterrichte Methoden und Ansätze sowohl von den beiden führenden Selbstführungs-Experten (insbesondere den Professoren C. Neck und C. Manz) als auch von weiteren Experten, die sich in der Fachwelt einen hervorragenden Ruf durch bahnbrechende Forschung und erfolgreiche Praxisarbeit aufgebaut haben.
  2. Integration von Denken und Emotionen anstatt einseitiger rationaler Kopflastigkeit.
    Die psychologische Forschung, u.a. von C Neck und C Manz, hat klar gezeigt: Denken und Emotionen müssen parallel angesprochen werden, um durch Selbstführung erfolgreicher ins zielgerichtete Handeln zu kommen. Ein rein rationales Verstehen von Selbstführung und ihren Methoden bringt oft leider meist wenig.
  3. Unterstützung bei der erfolgreichen Anwendung über längere Zeit hinweg im Alltag anstatt einmaligem Konsum von Büchern oder Seminaren.
    Die gute Integration in den Alltag steht bei mir im Mittelpunkt, denn nur dadurch kann man erfolgreich Verhaltungsänderungen und neue Rituale etablieren.
  4. Iterative Anpassung der Selbstführung an individuelle Menschen und deren Bedarf (=> Design-Thinking-Ansatz) anstatt „one size fits all“.
    Selbstführungs-Ansätze umfassen zumeist mehrere Themenfelder (typischerweise 5-10), zu denen dann eine ganze Reihe an Handlungsempfehlungen gegeben werden. Nach meiner Erfahrung überfordert dies die meisten Menschen. Zudem hat die Erforschung erfolgreicher Verhaltensänderung gezeigt: fokussiere Dich auf wenige Themen, und ändere Dich in kleinen Schritten. Und genau hierfür passt der iterative Design-Thinking-Ansatz perfekt.
  5. Kontinuierlicher Feedback durch einen Trainer bzw. eine Selbstführungs-Gruppe sowie durch strukturierte Selbstreflexion, anstatt Einzelkämpertum.
    Feedback ist zentral, sowohl aus Sicht des Design-Thinking-Ansatzes als auch den psychologischen Erkenntnissen zur erfolgreichen Einstellungs- und Verhaltensänderung. Neben einer strukturierten Selbstreflexion („Quick-Fragebogen“/ App) ist insbesondere der Feedback seitens eines Trainers bzw. einer Selbstführungs-Gruppe entscheidend für den Erfolg.