Was ist systematisches Selbstmanagement?

Systematisches Selbstmanagement wurde zunächst vor allem in der Sportpsychologie erfolgreich eingesetzt und weiterentwickelt. Diese Art von Selbstmanagement war deshalb systematisch, weil alle wesentlichen Bereiche abgedeckt wurden: körperliches Training, mentales Mind-Management, Ernährung, Management der Ruhe- und Erholungsphasen, etc.

Bei einem systematischen Management für unternehmerische Menschen liegen die Schwerpunkte naturgemäß etwas anders.

 

    Daher definiere ich systematisches Selbstmanagement für unternehmerische Menschen wie folgt:

    • Es geht darum, für sich selbst eine passende und langfristig wirksame Systematik zu etablieren und laufend anzupassen
    • um Denken, Motivation, Willenskraft, Emotionen und letztlich das eigene Verhalten erfolgreich zu beeinflussen
    • und dadurch auf die Generierung und Erreichung der eigenen Vision und Ziele auszurichten.

    Welche echten Belege gibt es, dass systematisches Selbstmanagement wirkt?

     

    Wissenschaftler haben zahlreiche Studien durchgeführt, mit folgenden positiven Wirkungen:

    • Selbstmanagement erhöht die Wirksamkeit von Unternehmenslenkern, und dadurch deren Erfolg (Prussia/ Anderson & Manz,  veröffentlicht in der Fachzeitschrift Journal of Organizational Behavior)
    • Selbstmanagement erhöht die Handlungsfähigkeit von Entrepreneuren, und deren Fähigkeit mit Rückschlägen umzugehen (Przepiorka, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Current Psychology)
    • Selbstmanagementfähigkeiten der Gründer erhöhen sowohl die Zahl der erfolgreichen Start-Up-Gründungen als auch den Erfolg dieser Startups (Frese & Gielnik, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Annual Review of Organizational Psychology and Organizational Behavior
    • Dutzende Studien zu Selbstmanagement über einen Zeitraum von 20 Jahren haben ergeben, dass Selbstmanagement den unternehmerischen Erfolg erhöht. Denn Selbstmanagement führt systematisch zu mehr Motivation, Fokussierung, Selbstvertrauen, Kreativität und Selbstkontrolle (Neck & Houghton, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Journal of Managerial Psychology).
    • Selbstmanagement ist eine Fähigkeit, die sich durch geeignetes Training nachweislich wirksam erlernen lässt (Furtner & Sachse, veröffentlich in der Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie)
    • Als Fazit hat die Psychologin Ulrike Wollsching-Strobel auf der Basis ihrer Fallstudien zu exzellenten Führungskräften und Spitzensportlern festgestellt: Selbstmanagement stellt zwar einerseits hohe Anforderungen an den Einzelnen, ist aber andererseits ein deutlicher Exellenzfaktor! (siehe ihre Dissertation und Buch Selbstmanagement und exzellente Leistung, Beltz Juventa Verlag).

    Wie unterscheidet sich systematisches Selbstmanagement von den „Erfolgsrezepten“ aus der Self-Help-Ratgeberliteratur?

     

    Mir liegt sehr am Herzen, Dir für Dein effektiveres Selbstmanagement die richtigen Methoden an die Hand zu geben, das heisst:

    • Methoden, die auf einem soliden wissenschaftlichen Fundament stehen.
    • Methoden, die auch tatsächlich funktionieren, weil sie von Fachleuten entwickelt, erprobt und von unabhängigen Dritten kritisch überprüft wurden.
    • Methoden, die Du Dir selbst in meinem Training aneignen und in Deinem Alltag selbst erfolgreich einsetzen kannst.

    Deshalb habe ich für die Entwicklung des Grow2Grow-Kurses insgesamt knapp 300 Fachbücher, Fachartikel sowie weitere Quellen (Vorträge, Seminarunterlagen, Konferenzunterlagen) gesichtet und nach den oben stehenden Kriterien bewertet.

    Als Resultat dieser Rechereche verwendet mein Grow2Grow-Kurs Modelle, Methoden und Tools aus Ansätzen zum Selbstmanagement, die mit wissenschaftlicher Sorgfalt entwickelt und empirisch bzgl. ihrer Wirksamkeit überprüft wurden. Es gibt viele Experten, denen ich für ihre sehr wertvollen Vorarbeiten danken möchte. An dieser Stelle will ich vor allem fünf Selbstmanagementansätze nennen und den dahinter stehenden herausragenden Wissenschaftlern danken:

    • Das „Self-Leadership“-Modell der amerikanischen Professoren Christopher Neck, Charles Manz und Jefferey Houghton. Diese Psychologen haben einen der ersten nach wissenschaftlichen Kriterien erstellten Tests zur Messung der Selbstmanagementfähigkeiten (sie nennen das „Self-Leadership“) entwickelt und auf dieser Basis ein Konzept zur Entwicklung dieser Fähigkeiten erstellt.
    • Der „Landauer Selbstführungs“-Ansatz von Hr. Professor Günter Müller. Er hat den Test von Neck/ Manz/ Houghton einerseits erweitert, in Deutschland publiziert und validiert, und auf dieser Basis ein eigenes Modell und eigene Ansätze für die Stärkung der Selbstmanagement/ Selbstführungsfähigkeiten entwickelt.
    • Das „Züricher Ressourcen Modell“ von Fr. Professor Maja Storch. Sie hat diverse innovative psychologische Ansätze (z.B. Motto-Ziele, Verwendung von somatischen Markern und Embodiment-Techniken) in eine Gesamtmethodik integriert, um erfolgreich Selbstveränderung in Richtung Zielerreichung zu ermöglichen.
    • Die „Selbstmanagement-Therapie“ von Hr. Professor Frederick Kanfer. Er kommt eher aus der psychotherapeutischen Ecke und hat seit den 1970er Jahren erkannt, wie wichtig die Stärkung von Selbstmanagementfähigkeiten für seine Patienten war. Auf dieser Basis hat er hierfür ein umfangreiches Konzept erstellt und empirisch bzw. in seiner therapeutischen Praxis getestet.
    • Das „Authentische Selbstführungskonzept“ von Hr. Professor Hugo Kehr. Ihm war insbesondere das Zusammenspiel aus Wille (Volition) und Motivation wichtig, und wie es Menschen gelingt, erfolgreich den „Rubikon“ in Richtung erfolgreicher Handlung zu überqueren.

    Mehr zur wissenschaftlichen Basis von Grow2Grow findest Du hier!